Maria Königin, Lingen & St. Marien, Lingen-Biene

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Fußball verbindet

Guten Morgen, Guten Mittag oder Guten Abend allerseits. Ich habe hier aus dem schönen Ghana wieder einiges zu berichten. Ich hoffe ihr gewöhnt euch an die wechselhaften Zeiten im Herbst. Wahrscheinlich bekommen bei euch die Blätter an den Bäumen andere Farben und ist wunderschön anzuschauen. Dem ist hier nicht so. Die Blätter sind hier das ganze Jahr über grün.

Ein Bild von meinem Gasthaus

Je mehr ich hier in Ghana verbringe, desto mehr Sachen fallen mir hier auch auf, die sich mit Deutschland ähneln oder auch nicht.
Zu meinem wöchentlichen Alltag komme ich zuerst.
Montags und Dienstag habe ich Freizeit momentan, weil von einer Schule, wo ich normalerweise arbeiten sollte, der Schulleiter nicht im Haus ist und nur er entscheiden kann ob ich dort arbeiten darf oder nicht. Klassisches Ghanaisches Chaos. Wann genau er wiederkommt steht in den Sternen.
Von Mittwochs bis Freitag arbeite ich in der öffentlichen Schule von der Sacred-Heart-Kirchengemeinde. Hier assistiere ich den zwei ICT-Lehrerinnen im Unterricht und korrigiere die Hausaufgaben der Schüler, sowie die Aufgaben die sie in der Schule bearbeiten müssen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, aufgrund vieler unterschiedlicher Ansichten von meiner Seite her, fühle ich mich mittlerweile sehr wohl, da ich mich hier immer mehr anpasse. Mein Arbeitstag hier beginnt immer um 8:00 Uhr und endet um 14: 30 Uhr. Danach fahre ich nach Hause und esse Mittag.
Um 16:00 Uhr steht dann das tägliche Fußball Training an. Die Mannschaft heißt Holy FC und spielt in der dritten ghanaischen Liga. Da die Liga jedoch momentan wegen Korruption gesperrt ist, werden hier nur Freundschaftsspiele gegen meist höher klassige Mannschaften gemacht oder es finden Pokale statt. In der Mannschaft fühle ich mich sehr wohl und sehr aufgenommen. Der Fußball hier ist ein wenig anders als in Deutschland. Es ist ein Mix aus 2.Kreisklasse und Bundesliga. Die 2.Kreisklasse steht für die Aggressivität und Unfairness im Spiel und die Bundesliga steht hier für das Tempo der Spieler. In Ho selber, meiner Stadt wo ich wohne, ist ein Stadion wo der Fußballplatz sehr gut ist. Sobald man jedoch zu einem Freundschaftsspiel außerhalb fährt ist dort häufig irgendein Fußballplatz mitten in einem Dorf, wo auch mal Steine oder Sandflächen auf dem Platz sind. Was vielleicht auch noch ganz interessant ist, die Mannschaften beten nach dem Spiel immer zusammen, statt einer Verabschiedung, wie es im deutschen Fußball meistens so ist. Das Training endet meistens um 17:45 Uhr. Die Spiele finden hier meistens sonntags statt. Ausnahme ist am Samstag dort haben wir Training um 6:00 Uhr morgens bis 7:45 Uhr.
Nach dem Training treffe ich dann jeden zweiten oder dritten Tag drei weitere Freiwillige, die ich in meinem bisherigen Aufenthalt kennengelernt habe und auch einen Freiwilligendienst hier machen. Ziemlich cool ist, dass zwei der drei weiteren Freiwilligen eine Wohnung zusammen haben, wo man dann immer mal den Abend ausklingen lassen kann. Eine Freiwillige kommt aus Salzgitter, eine kommt aus Gronau und die andere kommt aus Frankfurt für Leute, die sich für die Lage der anderen interessieren.
Samstag ist dann meistens mein Tag, wo ich zuhause irgendwelche Dinge mit meiner Familie mache oder ich wasche meine Wäsche.
Sonntag steht dann früh morgens Kirche auf dem Programmpunkt und danach habe ich dann meistens ein Spiel und gehe abends super erschöpft in mein Bett um mich schlafen zu legen.


Bild von den hammergeilen Himmelbildern

Das wäre es soweit erstmal zu meinem Alltag.
Insgesamt fühle ich mich hier immer wohler und lebe mich auch immer mehr hier ein. Nichtsdestotrotz habe ich hier auch schon mehrere Tiefpunkte gehabt, weil es einfach nicht wirklich leicht ist, sich auf alles hier einzulassen und man mit manchen Sachen einfach nicht direkt einverstanden ist. Und je mehr man vermisst von deutscher Seite her, desto mehr Tiefpunkte kommen auch. Aber es wird von Zeit zu Zeit wirklich besser und das ist auch gut so. Ich habe hier schon sehr viel gelernt über die Kultur und alles. Mehr werde ich euch im nächsten Bericht erzählen.

Mit freundlichen Grüßen aus Ghana,
Merlin Janning



Privatschule

Bild von der Straßen Promenade vom Yam Festival.









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In meiner Anlage findet sich heute ein kleines Rätsel: Was ist dieses Gebäude?

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