Maria Königin, Lingen & St. Marien, Lingen-Biene

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Sanierung Aktuell

Sanierung aktuell Nr. 10 – Pietà und Kerzenopfer

Haben Sie schon einmal gezählt, wie viele Mariendarstellungen in unserer Pfarrkirche zu finden sind? Es sind einige, allein fünf in der Werktagskapelle. Die Pietà im Eingangsbereich dürfte jedoch der Ort sein, der am meisten aufgesucht wird, wo Tag für Tag viele stille Gebete gesprochen und unzählige Kerzen entzündet werden. Das Bild der Gottesmutter mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß ist kein herausragendes Kunstwerk, aber es besitzt einen hohen ideellen Wert, weil sich in ihm ein Stück Geschichte aus dem Gemeindeleben widerspiegelt. Vor 90 Jahren haben Lingener Eisenbahnerfamilien eine „Fronleichnams-Bogen-Gemeinschaft Alte Josef-Kaiser-Straße“ gebildet, um das Fronleichnamsfest mitzugestalten. Mit mühsam gespartem Geld
kauften sie die Skulptur, die etwa 50 Jahre lang am Prozessionsweg in der Nähe des Böhmerhofes aufgestellt wurde und danach auf dem Speicher des Franziskus Kindergartens in Vergessenheit geriet. Seit der letzten Kirchenrenovierung 1986 dient die Pietà wieder der persönlichen Andacht. Zukünftig wird sie im sanierten Eingangsbereich wie bisher auf der linken Seite zu finden sein, jedoch nicht in einer Nische, sondern an der Schwelle zum Kirchenraum vor einer gestalteten Glaswand. Daneben sollen Kerzen entzündet und Fürbitten aufgeschrieben werden können, wie es seit langem guter Brauch ist.

(Sebastian von Melle)

Sanierung aktuell Nr. 9: Apostelleuchter

Die Apostelleuchter unterscheiden eine Pfarrkirche von einer Kapelle. Die 12 Leuchter sind im Kirchenschiff verteilt an 12 tragenden Stellen angebracht, und zwar über einem Stein, der bei der Weihe einer Kirche eine Rolle spielt: So wie die Zwölf Apostel die Kirche als ganze tragen, so tragen die Säulen, Wände oder ähnliches die Kirche als Bauwerk.
Bisher sind die zwölf Steine und die zwölf Leuchter darüber so in der Kirche verteilt, dass man sie nur schwer als zusammenhängendes Symbol verstehen kann; einige sind sogar wegen der Tropfgefahr der Kerzen "außer Betrieb" genommen worden. In der sanierten Kirche werden sechs Leuchter links, sechs
Leuchter rechts zu sehen sein und ohne Gefahr von tropfendem Wachs an Festen und Hochfesten brennen - auch natürlich bei der Messe am 1. Advent, in der der neue Altarraum gesegnet wird.
(Jens Brandebusemeyer)

Sanierung aktuell Nr. 8: Altarwand

Das etwa 3,60 mal 9 Meter messende Mosaik der Osnabrücker Keramikerin Ruth Landmann (1912 – 2008) dominiert die Altarwand der Maria-Königin-Kirche. Allerdings wies das Werk ursprünglich nicht die heutige dunkelgrüne Hintergrundfarbe auf, sondern eine erheblich freundlichere und hellere, die sich vielleicht als creme-weiß beschreiben ließe. Diese originale Tönung soll möglichst originalgetreu wiederhergestellt werden. Außerdem muss ein Fehler korrigiert werden, der bei der dunkelgrünen Hintergrundübermalung aufgetreten ist: Der rechts dargestellte Drache hat im Original keinen Bauch und ist auch nicht schwanger; die Renovierung des Altarbildes wird also auch die ursprünglich schlanke Gestalt des Drachens wieder zum Vorschein bringen.

Sanierung aktuell Nr. 7- Eingangsbereich

„Tritt ein – die Kirche ist offen.“ An vielen Gotteshäusern in Norddeutschland findet man dieses Schild. Auch unsere Kirche Maria Königin ist tagsüber geöffnet. Alle sind eingeladen, niemand muss draußen bleiben. Jesus sagt auf die Frage, wo er wohnt: „Kommt und seht!“ (Joh 1,39). Im Rahmen der Sanierung werden wir auch den Eingangsbereich unserer Pfarrkirche erneuern und umgestalten, damit diese Einladung spürbar wird.
Wenn Sie durch eins der drei Hauptportale eintreten, werden Sie sich in einem großzügigen Foyer befinden, das vom Sakralraum durch eine transparente Glaswand abgetrennt wird. Hier orientieren sich die Besucher und sammeln ihre Gedanken, bevor sie den Kirchenraum, die Marienkapelle mit dem Allerheiligsten zur Linken, den Projektraum auf der rechten Seite oder die Orgelempore betreten. Hier werden auch die Pietá und das Fürbittbuch einen würdigen Platz finden, der zum persönlichen Verweilen einladen wird.
Die Empore wird etwas in den Kirchenraum erweitert, sodass der Eingangsbereich größer sein wird als bisher. Die Weihwasserstellen zum Taufgedächtnis an den Türen werden eine einheitliche Größe und eine hygienische Ausführung haben. Schriftenstand und Aushang werden neu geordnet sein. Wenn die Kirche aus verschiedenen Gründen doch einmal verschlossen werden muss, können die Besucher wenigstens bis zu den Glastüren gehen und am Marienbild eine Kerze entzünden. Kommt und seht!

(Sebastian von Melle)

Sanierung aktuell Nr. 6 Beleuchtung

Im Zuge der Sanierung wird auch das Beleuchtungskonzept des Innenraumes neu gestaltet. Hierbei wird die neue, energiesparende und annähernd wartungsfreie LED-Technik für die gesamte Beleuchtung zur Ausführung kommen. Die Decke wird zudem noch indirekt beleuchtet werden. Die gesamte Gebäudesystemtechnik wird über eine zentrale Steuerung geregelt. In optisch zurückhaltender
Form wird die Lichtszenensteuerung das Hauptaugenmerk auf die zentralen Elemente - wie den Taufbrunnen inmitten der Gemeinde, den Altar oder die Orgel – lenken können. Die Liedanzeige wird auf LCD über Funk bedienbar sein. Damit entfällt auch das störende „Rattern“ der alten Anzeige in der Vergangenheit. Die Lautsprecheranlage mit den Mikrofonen wird überprüft, gewartet und wieder verwendet werden. Zusätzliche Steckdosen im Bereich des ganzen Innenraumes bieten nach dem Einbau zusätzliche Gestaltungs- und Einrichtungsmöglichkeiten.

Sanierung Teil 5: Projektraum/Eine-Erde-Raum

Der jetzige „Eine-Erde-Raum“ – rechter Hand an den Eingangsbereich hinten in der Kirche angrenzend – wird zu einem „Projektraum“ umgestaltet, vom Eingangsbereich und vom Kirchenraum durch eine (Glas-)Wand mit Tür abgetrennt. Er soll künftig vielfältig genutzt werden:
Hier können Kinder-, Jugend- und andere (Wort-) Gottesdienste für kleinere Gruppen stattfinden oder auch Taizé-Gebete, Meditationen, Ausstellungen und vieles mehr. Als ständige Möblierung wird es hier lediglich Schränke und/oder Regale geben; Stühle, Sitzkissen und andere Einrichtungsgegenstände werden dann je nach Nutzung bereitgestellt.
Der „Eine-Erde-Raum“ bleibt erhalten, wandert jedoch in aufgefrischter Gestaltung an einen höchst attraktiven Ort nach vorn: in den jetzigen „Raum der Stille“, direkt an die linke Seite des Altarraums angrenzend.

Sanierung aktuell Nr. 4: Die Orgelreinigung

Kirchenorgeln sollten an und für sich alle zehn, zwölf Jahre gewartet werden. Wartung heißt konkret: Die Pfeifen werden ausgebaut, durchgesehen und - nachdem Verschleißteile eventuell ersetzt worden sind - neu gestimmt. Das Instrument in unserer Maria-Königin-Kirche ist von der renommierten Bonner Orgelbaufirma Klais 1963 erbaut und zuletzt 1988 gereinigt worden. Eine Wartung ist mithin überfällig und unbedingt notwendig. Die Reinigung der Orgel wird quasi den Rahmen der Innenrenovierung bilden: Gleich zu Beginn im Mai wird das Instrument auseinandergebaut und eingepackt; die kleinen Pfeifen werden beim Unternehmen, das die Wartung durchführt, überprüft und gereinigt, die großen vor Ort in der Kirche; gegen Ende der Renovierungsarbeiten im November wird die Orgel wieder zusammengebaut. Während der ganzen Zeit begleitet der Orgelsachverständige des Bistums Osnabrück, Pfarrer Franz-Josef Rahe, die Arbeiten.

Sanierung aktuell – Nr. 3: Der Taufbrunnen

Der Taufbrunnen, der bislang im Alten Altarraum gestanden hat, soll seinen neuen Platz inmitten der Gemeinde haben. Denn als Getaufte versammeln wir uns in der Kirche. Die Taufe ist das Sakrament, dass alle vereint, die im Hl. Geist an Christus als den Sohn Gottes glauben.
Eine Tauffeier würde dann wie bisher im Eingangsbereich starten, für den Wortgottesdienst würden die Bänke vor dem Taufbrunnen besetzt, und für die Taufe selbst versammeln wir uns um den Taufbrunnen. Für die ausdeutenden Zeichen gehen wir in die vorderen Bänke, um uns zum Schluss um den Altar zu stellen. So haben wir bei der Tauffeier eine große Bewegung von der Kirchentür zum Altar. Im Fundament wird der Taufbrunnen übrigens an den Altar und den Ambo künstlerisch angepasst, so dass alle besonderen Orte von der Gestaltung her "eine Sprache sprechen".

Sanierung aktuell – Nr. 2: Beichtraum

Die Beichtstühle in der Kirche sind abgängig. Die Räume sind feucht und der eingearbeitete Teppich dünstet unangenehme Dämpfe aus. Hinzu kommt aber vor allem, dass in der heutigen Zeit Beichtende eher ein Beichtgespräch denn eine anonyme Situation suchen.
Im hinteren Teil des heutigen „Raums der Stille“ (Sakramentenkapelle) werden wir einen Beichtraum einrichten, der hell und freundlich gestaltet sein wird. Hier wird sowohl die anonyme Ohrenbeichte als auch ein Beichtgespräch möglich sein.

Sanierung aktuell – Nr. 1: Dauer

Am letzten Sonntag konnten wir viele Gemeindemitglieder über die geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Maria-Königin-Kirche informieren, vielen Dank für Ihr Interesse!
Da wir seitens des Sanierungsausschusses gern möglichst viele mitnehmen und erreichen möchten, soll hier unter „Sanierung aktuell“ möglichst jede Woche eine Einzelmaßnahme vorstellt werden. Dieses „Info-Häppchen“ wird am Emblem „Zukunft bauen – Innensanierung unserer Pfarrkirche“ erkennbar sein. Heute unser erster Beitrag zur Dauer der Maßnahmen.
Am Dienstag nach dem Pfingstfest (21. Mai 2013) wird die Maria-Königin-Kirche geschlossen. Das heißt: auch in die Marienkapelle oder zum Kerzen-Entzünden kann niemand mehr hinein. Die Werktagsgottesdienste werden im Pfarrzentrum gefeiert (großer Raum), für die Sonntagsgottesdienste dürfen wir die Marienschule nutzen (Zugang über die Straße „An der Marienschule“). Die Gottesdienstzeiten bleiben aber die gewohnten. Zum 1. Advent (01. Dezember 2013) wollen wir wieder in die Kirche einziehen. Zwischendurch wird der Gemeinde durch Fotos und – falls möglich – eine Baubegehung das Fortschreiten der Arbeiten präsentiert.