Maria Königin, Lingen & St. Marien, Lingen-Biene

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Es ist geschafft

Foto: C. Eilers ( Weitere Bilder finden sie in der Bildergalerie !)
„Ey, voll schön“ ist Maria Königin geworden, wenn man einem Ministranten Glauben schenkt. Davon haben sich am 1. Advent sehr viele Menschen überzeugt, die aus nah und fern gekommen sind, um den Wiedereinzug in die sanierte Kirche zu feiern.
Fotos: Sebastian von Melle
Am Altar (v. l.): Dechant Thomas Burke, Pfarrer Jens Brandebusemeyer, Pastor Georg Klesse, Diakon Christian Eilers, Weihbischof Johannes Wübbe, Diakon Josef Röcker, Pastor Frank Rosemann, Pastor August Raming, Pastor Daniel Brinker.
An diesen Tag werden sich viele Lingener noch lange erinnern, die sich das seltene Ereignis einer Altarweihe nicht entgehen ließen. Einhelliges Lob und große Begeisterung waren den kleinen und großen Kirchenbesuchern anzumerken, die den neuromanischen Sakralraum aus dem Jahr 1954 nun erneut in Besitz nahmen, nachdem er seit Pfingsten von Grund auf saniert worden war.

Eine Premiere für Osnabrücks neuen Weihbischof Johannes Wübbe, der mit Freude und ein wenig Aufregung den Festgottesdienst feierte, den viele Gemeindemitglieder seit Monaten liebevoll vorbereitet hatten. „Wer betet, lebt leichter“, meinte Wübbe in seiner Predigt, weil darin die Haltung zum Ausdruck komme, dass der Mensch nicht alles alleine machen muss. „Wer betet, geht auch leichter“, so der 47-Jährige. Die Kirchentüren seien für den Wiedereinzug geöffnet worden, aber auch, damit die Christen wieder in den Alltag zurückkehren, wo sie sich liebevoll und profiliert einzubringen haben. Mit Verweis auf die Kirchenpatronin, deren Altarbild wieder hell und frisch strahlt, empfahl der Weihbischof die Gottesmutter als Vorbild für ein Leben aus dem Gebet.

Zuvor hatte er den Taufstein gesegnet, der nun inmitten der Gemeinde seinen Platz gefunden hat, und den neuen Ambo, den Ort der Schriftlesung, seiner Bestimmung übergeben. Mitglieder des Sanierungsausschusses entzündeten Kerzen auf den zwölf Apostelleuchtern, und der Chor „Cantamus“ sowie Bernd Wilken an der Orgel brachten festlichen Glanz in Gottes erneuerte Hütte. Der Bischof salbte den neuen Altar und verbrannte Weihrauch darauf, bevor er mit der ersten Eucharistiefeier endgültig geweiht wurde.

Neue LED-Lichttechnik ermöglicht verschiedene Szenarien, die den Raum angemessen zur Geltung bringen. „Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf“, sang die Gemeinde, und alle Lampen strahlten, und viele Gesichter auch.

Zum Schluss der Liturgie erläuterte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holger Gösse in einer sehr abwechslungsreichen Moderation von verschiedenen Orten der Kirche die Vorzüge der Modernisierung und sprach vielfältigen Dank aus. Auf der Orgelempore, die deutlich größer geworden ist und unter der nun Raum für Begegnung geschaffen wurde, konstatierte Gösse seiner Gemeinde für emsländische Verhältnisse italienisches Temperament angesichts der positiven Rückmeldungen zur Sanierung. Er lobte die Arbeit der Organisten und leitete über zum musikalischen Oberbürgermeister, der in seinem Grußwort die Transparenz auch in der Finanzierung würdigte.

Dieter Krone bescheinigte „MK“ Lebendigkeit und griff die Predigt auf: „Wer gemeinsam betet, lebt wunderbar“, woraufhin Gösse Krones Beruf als Traumjob bezeichnete: „Gestern Sekt mit Katie Melua, heute Suppe mit dem Weihbischof.“ Die war dann auch schnell aufgegessen.
(Quelle: Sebastian von Melle, Lingener Tagespost vom 02.12.2013)